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Sommerpause
F: Warum?
1. Mir fehlt einfach die Zeit. Der Aufwand, um wieder(?) in einer Qualität zu bloggen, mit der ich zufrieden bin, liegt bei etwa 3 Stunden pro Tag (Nicht jeden Tag, aber als Näherung passt es wohl recht gut).

Das ist neben Jobs und Studium nicht drin.

2. Mein privates Blog war ursprünglich als Spielwiese und Experimentierfeld gedacht. Ein zerfledderter Schmierzettel mit Notizen und halbfertigen Gedanken. Parallel zu Medienrauschen und Brotschreiberei.

Sowas kann man für ein paar Freunde und Bekannte machen, nicht aber für 500, 1000 oder 2000 weitgehend unbekannte Leser am Tag (War trotzdem nett mit euch. Mit den meisten zumindest).

Ich fühlte mich irgendwann einfach unwohl und eierte ohne Konzept zwischen der Realität eines Notizblogs und der diffusen Erwartungshaltung einer größeren Öffentlichkeit umher.

3. Das Klima in der deutschsprachigen Blogosphäre ekelt mich zunehmend an.


F: Das ist nicht dein Ernst?
A: Doch. Mir ist in den letzten Wochen klar geworden, dass es ohne harten Schnitt nicht geht.

Die Meuterer von der Bounty haben ihr Schiff verbrannt, um sich den Weg zurück zu verbauen, ich habe Datenbank und Backups gelöscht.


F: Doch nicht wegen der Auswüchse, die der Flame neulich annahm?
A: Nein, das habe ich ich nicht weiter ernst genommen. Getroffene Hunde bellen halt. Die Reaktion hat mich auch nicht sonderlich überrascht.

Natürlich ist es schade, wie sich die Blogosphäre in Deutschland entwickelt. Brandstifter wie fixmbr und PI sind aber - genau wie der missionarische Eifer, mit der "Gegner" ans Google-Kreuz genagelt werden - letztendlich nur der Realitätsabgleich für die Utopie vom besseren bzw. egalitären Medium.


F: Wurdest du abgemahnt?
A: 4x in den letzten 2 1/2 Jahren. Drei Abmahnungen waren haltlos, mit einer schlage ich mich noch rum. Die Abmahnungen sind aber nicht der Grund für die Pause.