Weblogs, eine Einführung

Jörg-Olaf Schäfers




Quelle: http://www.xkcd.com/c274.html

Übersicht

Weblogs - Die Klowände des Internets?

Jean-Remy von Matt, verantwortlich für die Imagekampagne "Du bist Deutschland" beschwert sich in einer internen Rundmail:

Der Dank: Miesepetrigkeit. Glücklicherweise nur von den Gruppen, von denen man nichts besseres erwarten konnte:


[...] Von den Weblogs, den Klowänden des Internets. (Was berechtigt eigentlich jeden Computerbesitzer, ungefragt seine Meinung abzusondern? Und die meisten Blogger sondern einfach nur ab. Dieser neue Tiefststand der Meinungsbildung wird deutlich, wenn man unter www.technorati.com eingibt: Du bist Deutschland.)

Quelle: http://www.jensscholz.com/2006_01_01_archive.htm#113762765814900254

Weblogger - Egomanische Rampensäue?

Blogs sind sehr egomane Veranstaltungen [...] Manche Blogger sind regelrechte "Rampensäue". Sie finden eine Bühne, und es ist ihnen relativ egal, was die Leute dazu sagen.

   -- Prof. Dr. Claus Leggewie, Politikwissenschaftler, 21.07.06
  • Politische Beteiligung, bürgerschaftliches Engagement und das Internet. Interview mit Prof. Dr. Claus Leggewie, 21.07.06:
    http://www.digitale-chancen.de/content/stories/index.cfm/aus.10/key.2362/secid.16/secid2.48

Weblogs - 99 Prozent Müll?

Aber so revolutionär sind [Blogs] in vielen Dingen dann auch nicht. Dazu kommt, dass 99 Prozent der Blogs einfach nur Müll oder zumindest journalistisch einfach nicht relevant sind.
Es handelt sich um eine interessante Entwicklung, die aber den Journalismus nicht grundsätzlich verändern wird.

   -- Mathias Müller von Blumencron, Spiegel Online, 25.10.2004
  • Mathias Müller von Blumencron im Interview bei onlinejournalismus.de, 25.10.2004
    http://goa2003.onlinejournalismus.de/webwatch/interviewblumencron.php

Vielen Dank.

Edgar Franzmann: Weblogs, Podcasts & Co   Matthias Armborst: Kopfjäger im Internet oder publizistische Avantgarde?   Jan Schmidt: Weblogs: Eine kommunikationssoziologische Studie.
Edgar Franzmann:
Weblogs, Podcasts & Co
  Matthias Armborst:
Kopfjäger im Internet
  Jan Schmidt:
Weblogs
  • http://www.lfm-nrw.de/web.select/wks/article/9

    Weblogs, Podcasts & Co Von Edgar Franzmann. 2006, 71 S. (Ratgeber Neue Medien, Band 5)

  • http://matthias-armborst.de/das-buch/

    Matthias Armborst hat Journalistik und Politik in Dortmund und Jyväskylä/ Finnland studiert und bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung in Essen volontiert. Der Diplom-Journalist arbeitet für die Nachrichtenagentur Associated Press.

  • http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/lebenslauf-und-aktivitaten/buch-weblogs/

    Jan Schmidt ist Kommunikationswissenschaftler und stellvertretender Leiter der Forschungsstelle "Neue Kommunikationsmedien " an der Universität Bamberg.

Blog was?

Weblog: Kunstwort aus „Web“ und „Log(buch)“. Kurzform: Blog.


Einfache Definition von Rebecca Blood (2000):

Eine Website, die regelmäßig aktualisiert wird und auf der neues Material am Beginn einer Seite veröffentlicht wird.
Weitere Informationen: http://www.rebeccablood.net/essays/weblog_history.html

Definition Weblog

Ein Weblog ist eine häufig aktualisierte Webseite, auf der Inhalte jeglicher Art in chronologisch absteigender Form angezeigt werden. [...] Der Autor ist dabei entweder eine einzelne Person oder auch eine Gruppe. Alle Inhalte sind in der Regel durch Links mit anderen Webseiten verlinkt und können unmittelbar durch den Leser kommentiert werden.

Przepiorka, Sven (2006): Weblogs, Wikis und die dritte Dimension. In: Picot/Fischer (Hg.): Weblogs professionell. Heidelberg. S. 14.
Quelle: http://internetundpolitik.wordpress.com/2007/01/24/vorlesung-weblogs/

Also: Technik, Vernetzung ...


   ... und:

Das Gewusel im Hintergrund

Quellen:
RSS: http://www.sixtus.net/article/213_0_2_0_C/
Hinter den Kulissen: http://www.heise.de/ct/05/19/148/
Screenshot Aggregator
Quellen:

Die Inhalte: Mehr als Tagebücher mit Katzenbildern

Weitere Informationen: http://de.wikipedia.org/wiki/Weblog

Ein paar Beispiele

Zahlenspiele: Machen das viele?

Quelle: http://www.sifry.com/alerts/archives/000493.html
http://matthias-armborst.de/2006/12/23/das-ist-doch-nicht-der-gipfel-was-dagegen-spricht-dass-der-gigant-blogosphaere-schon-ausgewachsen-ist/
Anzahl
Quelle: http://www.sifry.com/alerts/archives/000493.html
Postingfrequenz
Quelle: http://www.sifry.com/alerts/archives/000493.html
Sprachanteile
Statistiken
Quellen:
  • http://www.deutscheblogcharts.de/
  • http://blogscout.de/blogcensus
  • http://blogscout.de/blogs/top_taeglich
  • Zum Vergleich eines der Topblogs aus den USA: http://www.boingboing.net/stats/
    • Aber ganz ehrlich, dieses ganze Zahlen interessieren eigentlich niemanden.

Blogdiaspora Deutschland

Blogdiaspora Deutschland I

These von Jan Schmidt:

Die Medienlandschaft in den USA ist deutlich kommerzialisierter als hierzulande. Wir haben öffentlich-rechtliche Sender (so sehr wir über die GEZ auch schimpfen mögen), wir haben verschiedene überregionale Qualitätszeitungen unterschiedlicher politischer Ausrichtung - das ist in den USA so nicht gegeben. Das Bedürfnis für “Gegenöffentlichkeiten” ist daher in den USA glaube ich sehr viel ausgeprägter als in Deutschland.
Quelle: http://www.blogbar.de/archiv/2007/01/26/die-5-beliebten-methoden-fur-blogawareness/#comment-112334

Blogdiaspora Deutschland II

Thesen von Jochen Wegner, Chef von Focus Online:
(Quelle & Erläuterung: http://selbr.de/archives/2005/04/les_blogs_zur_e.html, http://www.heise.de/newsticker/meldung/58992)

Phänomenologie - Das große "aber" namens long tail

Warum dann?

Quellen: http://spreeblick.com/g8/ http://www.spreeblick.com/2007/06/11/spree8-blick-zuruck-zum-zaun/ http://www.spreeblick.com/2007/06/08/zaungastbefragung/ http://www.g8-tv.org/

Generelle Problemfelder

Typisch Deutsch: Kommerzialisierung ...

Ursprünglich noch ein elitäres Vergnügen im kleinen Kreis, nun deutliche Ausdifferenzierung: Bloggen hat den Mainstream erreicht

... und andere Ärgernisse

Trotzdem selber versuchen?

Möglichkeit 1: Anbieter mit vorinstallierter Blogsoftware.

Vorteil: Keine Programmierkenntnisse erforderlich. Nachteile: Eingeschränkte Funktionalität, fremder Server.

Oder: Do it yourself

Möglichkeit 2: Blogsoftware zur Installation auf der eigenen Homepage.

Wer mehr will, als Bloghoster leisten, benötigt zumindest grundlegende Programmierkenntnisse. Erforderlich: PHP und eine Datenbank auf dem Webserver (Webhoster fragen!). Vorteil: Wesentlich flexibler.

One more thing ...

Twitter, the next big thing?

http://en.wikipedia.org/wiki/Twitter
Twitter Lyssa
Quelle: http://twitter.com/lyssaslounge
Twitter Schäuble
Quelle: http://twitter.com/schaeuble (Screenshot bearbeitet!)

Vielen Dank!